Was sind Adaptogene?
Adaptogene sind natürliche Substanzen, die dem Körper helfen, mit Stress umzugehen. Du findest sie in bestimmten Pflanzen und Pilzen. Ihr Name kommt vom Wort „Adaptation“, denn sie unterstützen den Körper dabei, sich an schwierige Bedingungen anzupassen.
Adaptogene wirken auf Zellebene. Sie beeinflussen das Nerven-, Hormon- und Immunsystem und helfen so, besser auf körperlichen und emotionalen Stress zu reagieren. Dabei wirken sie sanft und belasten den Organismus nicht.
Auch in der Kosmetik werden Adaptogene immer beliebter. In der Hautpflege stärken sie die Widerstandskraft der Haut gegen schädliche Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung oder Temperaturschwankungen. Sie wirken beruhigend, mindern Rötungen und unterstützen die Regeneration.
Welche Adaptogene sind am stärksten und wie wirken sie auf die Haut?
Eines der bekanntesten Adaptogene ist Ashwagandha. Es wirkt antioxidativ, schützt vor freien Radikalen und verzögert die Hautalterung. Es stärkt die Schutzbarriere, sodass die Haut widerstandsfähiger gegen Reizungen wird.
Ein weiteres starkes Adaptogen ist Ginseng. Er regt die Mikrozirkulation an und verbessert die Sauerstoffversorgung der Zellen. Das Gesicht wirkt strahlender und gesünder. Ginseng unterstützt außerdem die Regeneration, sodass die Haut nach stressigen Bedingungen schneller ins Gleichgewicht findet.
Reishi, der „Pilz der Langlebigkeit“, ist ein weiteres natürliches Adaptogen mit starker Wirkung. Er hilft der Haut, den richtigen Feuchtigkeitsgehalt zu halten, wirkt lindernd und mindert Rötungen. Reishi wird besonders für empfindliche und reizungsanfällige Haut empfohlen.
Wie kombinierst du Adaptogene in der Hautpflege?
Adaptogene arbeiten gut mit anderen Wirkstoffen zusammen. Bacopa monnieri, bekannt für ihre regenerationsfördernden Eigenschaften, bildet zusammen mit beruhigenden Adaptogenen wie Gotu Kola eine Mischung, die empfindliche Haut beruhigt und stärkt.
Tulsi, das heilige Basilikum, wirkt antibakteriell und klärend. Es lässt sich hervorragend mit feuchtigkeitsspendenden Adaptogenen wie Süßholz kombinieren, das zusätzlich die Haut aufhellt und Pigmentflecken mildert.
Schisandra, reich an Antioxidantien, schützt die Haut vor schädlichen äußeren Einflüssen. In Kombination mit Amla, der indischen Stachelbeere, verstärkt sich der Schutzeffekt, und die Haut wird dank der hohen Dosis Vitamin C genährt.
Wie wendest du Kosmetik mit Adaptogenen an?
Kosmetik mit Adaptogenen kannst du täglich verwenden, morgens wie abends. Am besten trägst du sie nach der Reinigung und dem Tonisieren auf, vor der Feuchtigkeitscreme. Besonders gut funktionieren sie als Serum oder Essenz – dank der leichten Textur ziehen sie schnell ein und beschweren die Haut nicht.
Adaptogene sind das ganze Jahr über sicher und machen die Haut nicht lichtempfindlich. Eine tägliche Creme mit Lichtschutzfaktor ist trotzdem immer eine gute Gewohnheit – vor allem, wenn du weitere Wirkstoffe verwendest.